Baustoff Holz Wood Me Up Shooting bei Kielwein Holzbau

Schön, stark, nachhaltig: Baustoff Holz

Das macht Holz zum idealen Material für ökologisches Bauen

Ökologisches Bauen bedeutet vor allem eines: Mit möglichst sparsamem Einsatz von Ressourcen das bestmögliche Ergebnis für Mensch und Umwelt zu erzielen. Als nachhaltigster aller Baustoffe gilt dabei Holz, und das nicht allein aus dem Grund, dass moderner Holzbau die schnelle Umsetzung von Projekten ermöglicht, die andernfalls Mensch und Natur über längere Zeit hinweg belasten würden.

Was Holz zu einem so außergewöhnlichen Baustoff macht? Ganz einfach: Es ist es ebenso leicht wie belastbar und kann vor allem auch in großen Mengen nachhaltig produziert und verarbeitet werden.

Was macht Holz zum idealen Material für „Grünes“ Bauen?

Holz ist ein vielseitiger Baustoff. Seine charakteristischen Eigenschaften ermöglichen es, ihn in dreifacher Hinsicht einzusetzen, um die energetische Bilanz eines Bauobjekts nachhaltig zu verbessern:

  • Als Baustoff für Wände und Decken reduziert Holz den Anteil der nicht biologisch abbaubaren Materialien. Darüber hinaus können Sie durch die Wahl der passenden Holzbauweise die Bauzeit minimieren und die Grundfläche zugleich maximal ausreizen.
  • Als Dämmstoffe verwendete Holzprodukte halten die Wärme im Haus und können sowohl in den Wänden als auch in der Dachdämmung dazu beitragen, Ihre Immobilie mit geringem Energieumsatz auf angenehme Temperaturen zu bringen.
  • Als nachwachsender Brennstoff für die Heizung kann Holz außerdem im klassischen Kaminofen wie auch in der Pellet-Heizung die Wärmeversorgung Ihres Bauobjekts bestreiten.

Was Holz als Baustoff einzigartig macht, ist jedoch die Tatsache, dass es während seiner Produktion eine Art Überschuss in der ökologischen Bilanz erzeugt: Holz gibt mehr an den Planeten zurück als es an Rohstoffen verbraucht. Bis ein Baum die passenden Maße für die Verarbeitung erreicht hat, bis er groß genug und sein Stamm dick genug ist, gehen Jahrzehnte ins Land. Während dieser „Produktionszeit“ des eigentlichen Baustoffs leistet jeder einzelne Baum einen großen Beitrag zum Erhalt der Umwelt. Rund 10 kg CO2 filtert ein Baum pro Jahr aus der Luft, Laubhölzer etwas mehr, Nadelhölzer etwas weniger. Zugleich wird das schädliche Treibhausgas durch Sauerstoff ersetzt. Nicht umsonst gelten die Wälder als die „Lunge“ unseres Planeten.

Die beste Ökobilanz für Ihren Holzbau: Worauf Sie achten sollten

Holz ist nicht gleich Holz – und das nicht nur in Bezug auf die baulichen Eigenschaften oder die Optik. Auch die Energiebilanz unterscheidet sich je nachdem, von welchem Baum das Material für Ihr Bauobjekt stammt. Trotz der überdurchschnittlich guten Energiebilanz des Baustoffs Holz per se darf nämlich längst nicht jede Form des Holzbaus als ökologisch wertvoll gelten. Ausschlaggebend dafür, wie grün der Baustoff Holz Ihr Bauvorhaben gestaltet, ist die Energiebilanz. Je mehr Sie von dem während der Wachstumsphase erzeugten Überschuss erhalten können, desto nachhaltiger nutzen Sie den Baustoff. Von der Verarbeitung bis hin zur Verwertung eventueller Abfälle sollten Sie daher auf die ökologische Bilanz ebenso großen Wert legen wie auf die Wahl von Holz aus nachhaltiger Produktion.

Daher sollten Sie einerseits die Herkunft Ihres Holzes und andererseits seine Weiterverwertbarkeit besonders kritisch in Augenschein nehmen.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Auch in der Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit, unter Einsatz minimaler Ressourcen auf möglichst lange Frist die besten Erträge für Natur und Mensch zu erzielen. Das setzt zunächst voraus, dass für jeden gefällten Baum entsprechend aufgeforstet wird, um sowohl das Ökosystem als auch den Holzvorrat über Generationen hinweg stabil zu halten. In ganz Europa hat Deutschland diesbezüglich die beste Bilanz vorzuweisen: Hierzulande wächst seit vielen Jahrzehnten mehr Holz als wir verwenden. Infolgedessen bleibt der Holzvorrat in Deutschland nicht nur stabil, sondern wächst sogar – und das obwohl derzeit allein in Baden-Württemberg jeden Tag so viel Holz geerntet wird, dass rund 200 Einfamilienhäuser daraus gebaut werden könnten!

Welche Zertifikate bescheinigen nachhaltige Forstwirtschaft?

Sie möchten herausfinden, ob das Holz, das Sie in die engere Auswahl aufgenommen haben, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt? Die leichteste Methode, die Produktion auf ihre Nachhaltigkeit zu überprüfen, besteht zumeist darin, herauszufinden, ob eine ökologische Zertifizierung vorliegt. Da sich die Richtlinien der Zertifikate meist ein klein wenig unterscheiden, kann ein- und dasselbe Holz sogar mehrere Gütesiegel zugleich tragen.

Das vermutlich bekannteste Zertifikat für Holz aus nachhaltiger Produktion stellt das Gütesiegel der Forest Stewardship Council (FSC) dar, das auch von großen nationalen und internationalen Umweltorganisationen unterstützt wird. Aus dem Alltag ist dieses Siegel vor allem als Nachweis für die Qualität von Papierprodukten vertraut, doch auch Holz für Konstruktion, Möbel- und Innenausbau wird damit ausgezeichnet. FSC-zertifizierte Hölzer und Holz-Produkte entsprechen strengen Vorgaben hinsichtlich des des Umweltschutzes wie auch der sozialen und ökonomischen Aspekte nachhaltiger Forstwirtschaft. Teils noch strikteren Auflagen unterliegen außerdem Hölzer, die mit dem Naturland-Siegel ausgezeichnet wurden. Der Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V. ist in Deutschland ansässig und arbeitete 1995 erstmals in Zusammenarbeit u.a. mit auf Bundesebene tätigen Umweltverbänden wie BUND e.V. und Robin Wood seine Richtlinien für die ökologische Waldnutzung aus.

Kurze Wege

Neben der Verarbeitung ist es vor allem der Transport, der die Energiebilanz eines Baustoffs drastisch verschlechtern kann. Exotische Hölzer wie Teak oder Mahagoni, die nicht nur quer über den Kontinent, sondern aus Übersee geliefert werden, sollten Sie daher allein schon aus diesem Grund meiden oder nur in dekorativen Kleinstmengen verwenden. Doch auch innerhalb Europas lohnt es sich, die Wege möglichst kurz zu halten. Je schneller das Holz Ihre Baustelle erreicht, desto weniger CO2 wird schließlich freigesetzt. Doch keine Sorge: Der entschiedene Verzicht auf Hölzer aus dem Ausland schränkt Ihre Gestaltungsfreiheit keineswegs ein. Im modernen Holzbau findet eine Vielzahl verschiedener Hölzer Verwendung, deren breit gefächertes Spektrum an Farben und Texturen Sie aus dem Inland beziehen können.

So finden Sie nachhaltiges Holz für Ihr Projekt

Nachhaltig produzierte Hölzer können Sie in jedem Fall aus der ganzen Bundesrepublik, teils aber auch direkt aus Ihrer Region beziehen. Welche Hölzer in welchen Mengen in Ihrer unmittelbaren Nähe verfügbar sind, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Insgesamt überwiegt in der Bundesrepublik beispielsweise der Nadelwald. Im Süden ist er besonders dicht, weshalb Sie hier entsprechend leicht und günstig regionales Nadelholz erhalten. Befindet sich in Ihrer Nähe ein Sägewerk, können Sie sich auch dort nach der Herkunft des verarbeiteten Holzes erkundigen.

Die besten Ansprechpartner für die Wahl unter ökologischen Gesichtspunkten produzierter Hölzer sind jedoch Handwerker aus der Region. Wenden Sie sich im persönlichen Beratungsgespräch einfach direkt an den Zimmereibetrieb Ihres Vertrauens. Die Holzbau-Experten vor Ort kennen sowohl regionale Lieferanten als auch die Vorzüge der unterschiedlichen Hölzer und können Sie entsprechend umfassend beraten.

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